Die Geschichte des Reuben Sandwiches – ein Diner-Mythos zwischen New York & Omaha
Die faszinierende Geschichte des Reuben Sandwiches – ein Diner-Klassiker zwischen Omaha und New York. Herkunft, Legenden & echte amerikanische Food Kultur.
Das Reuben Sandwich ist eines dieser ikonischen Gerichte, die schmecken, als wären sie schon immer Teil der amerikanischen Esskultur gewesen. Doch seine Herkunft ist – wie bei so vielen Klassikern – bis heute ein Streitfall zwischen zwei Städten, zwei Legenden und zwei sehr unterschiedlichen Welten.
Eine der bekanntesten Geschichten führt in die 1920er‑Jahre nach Omaha, Nebraska. Dort soll der litauisch‑jüdische Lebensmittelhändler Reuben Kulakofsky bei einer nächtlichen Pokerrunde im Blackstone Hotel eine Sandwich-Kombination vorgeschlagen haben, die bald zum Hit wurde: zartes Pastrami oder Corned Beef, warm geschichtetes Sauerkraut, schmelzender Schweizer Käse und ein cremiges Dressing zwischen knusprigem Rye Bread. Die Hotelküche nahm das Rezept auf die Karte – der Rest ist kulinarische Geschichte.
Doch New York wäre nicht New York, wenn es nicht ebenfalls Anspruch auf diese köstliche Erfindung erheben würde. In der zweiten Version stammt das Sandwich aus Reuben’s Delikatessen in Manhattan, wo Inhaber Arnold Reuben schon Anfang des 20. Jahrhunderts wegen seiner üppigen Kreationen bekannt war. Viele Foodhistoriker glauben, dass er als Erster ein Sandwich servierte, dass dem heutigen Reuben Sandwich ähnelte – und der Name würde jedenfalls perfekt passen.
Welche Version stimmt also? Ganz genau weiß es niemand. Aber vielleicht macht gerade das den Charme dieses Klassikers aus: zwei rivalisierende Ursprünge, zwei Städte mit völlig unterschiedlichem Vibe – und ein Sandwich, das längst zur Ikone der wunderbaren amerikanischen Diner Kultur geworden ist. Ob im Diner, im Foodtruck oder in der modernen Küche: Das Reuben bleibt ein Stück kulinarische Zeitreise, das man bei jedem Bissen schmeckt.
Ich hoffe, das amerikanische Volk verzeiht mir, dass ich ein klein wenig am klassischen Reuben Sandwich herum gebastelt habe. Vergebt mir, ich kann nicht anders. Aber das Rezept ist mir nur kleinen Twists fantastisch geworden.
Meine Version des wunderbaren Reuben Klassikers findet ihr unten zum ausprobieren.



Zutaten (für 2 Sandwiches)
Für das Sandwich
- 4 Scheiben Roggenbrot (ich nehme gerne Kümmelbrot, ein toller Twist für alle die Kümmel so lieben wie ich.)
- 280–300 g Pastrami, dünn geschnitten
- 4 Scheiben Appenzeller Käse
- 2-4 Scheiben Gruyère (hängt vom persönlichen Geschmack ab)
- 200 g ‚Ruby Red‘ Kraut (Rezept siehe unten)
- 3–4 EL Diner-Style Russian Dressing (Rezept siehe unten)
- 2 EL Butter zum Anrösten der Brotscheiben
Ruby Red Kraut
- 150 g Rotkraut
- EL- Rote Beete aus dem Glas
- 1 EL Rote-Bete-Saft
- ½ rote Zwiebel in schmale Ringe geschnitten
- 1-2 TL Kapern
- ½ TL brauner Zucker
- ½ TL Apfelessig
- 1 TL Senfkörner
Russian Dressing – „Diner Thick Cut“
- 3 EL Mayonnaise
- 1 EL Ketchup
- 1 EL Dijon-Senf
- 1-2 TL fein gehackte Cornichons
- ½ TL Paprika edelsüß
- 1 Prise Chili
Zubereitung
Ruby Red Kraut
- Das frische Rotkraut dünn reiben oder schneiden.
- Das Rotkraut in einer Schüssel mit den Händen durchkneten, so dass es etwas geschmeidiger wird.
- Alle anderen Zutaten zufügen und vermischen.
- 15–20 Minuten ziehen lassen.
- Überschüssige Flüssigkeit leicht ausdrücken.
Russian Dressing
Alle Zutaten vermengen und kaltstellen.
Brot toasten
- Marble Rye mit Butter bestreichen.
- In der Pfanne leicht anrösten.
Sandwich schichten
Von unten nach oben:
- 1 Scheibe getoastetes Roggenbrot
- Eine dünne Schicht Russian Dressing
- Den Appenzeller aufschichten
- Ruby Red Kraut (gut abgetropft) verteilen
- Viele Pastrami Scheiben aufschichten
- Gruyère auschichten
- Noch eine Schicht Russian Dressing
- Mit der nächsten Brotscheibe abschließen
Das Sandwich kurz bei hoher Temperatur (stark vom Backofen abhängig) erhitzen, so dass der Käse leicht schmilzt und die Pastrami leicht erwärmt wird.


